Michael Class

Vorstandsvorsitzender juwi AG, Wörrstadt

Warum sind Sie im Bereich Erneuerbare Energien tätig - was motiviert Sie?juwi_classen_300x400

Mich motiviert die Möglichkeit, mit erneuerbaren Energien eine saubere, kostengünstige und nachhaltige Energieversorgung zu erreichen, die künftigen Generationen keine Altlasten hinterlassen wird.

Wo sehen Sie die Erneuerbare Energien im Jahr 2030 und wo in 2050?

Im Stromsektor werden wir im Jahr 2030 vermutlich rund 60-70% des Bedarfs durch erneuerbare Energien decken können, vor allem durch Wind- und Solarenergie. Bis 2050 ist ein EE-Anteil von 100 Prozent erreichbar, und auch die Sektoren Wärme und Verkehr werden bis dahin sicherlich einen hohen zweistelligen Anteil haben.

Wie wird sich Ihrer Meinung nach der Kraftwerkspark der Zukunft mit Erneuerbaren Energien entwickeln?

Der Kraftwerkspark der Zukunft wird sich zusammensetzen aus einem hohen Anteil an Windenergie (vor allem Onshore), zahlreichen Photovoltaik-Anlagen sowie den Energieträgern Biomasse, Wasserkraft und evtl. auch Geothermie. Konventionelle Kraftwerke werden übergangsweise noch aktiv sein. Die Atomkraft sehe ich absolut nicht mehr in einem Kraftwerkspark der Zukunft.

Wie ist Ihre Position zum Ausbau Erneuerbarer Wärme?

Auch im Wärmesektor müssen erneuerbare Energien ausgebaut werden. Möglichkeiten gibt es ja viele: neben den "klassischen" Wärmeträgern Biomasse und Solarthermie sicher auch vermehrt Anwendungen aus dem Bereich Strom zur Wärmenutzung.

Wie ist Ihre Meinung zu erneuerbarer Mobilität?

Ebenfalls ein wichtiger Baustein in einem ganzheitlichen Energiekonzept. Neben dem wichtigen Segment Elektromobilität wird uns vielleicht auch das Konzept "regenerativer Wasserstopf" bei der Umstellung auf eine nachhaltige Mobilität unterstützen.

Welche Diskussionen über Erneuerbare Energien werden aus Ihrer Sicht die kommenden Jahre bestimmen?

Auch in den nächsten Jahren wird die Kostendebatte weiterhin die öffentliche Diskussion prägen. Ich hoffe, dass es der Branche gelingt, endlich mit ihren Fakten durchzudringen und die Mär des teuren Ökostroms schon bald der Vergangenheit angehören wird.
Eine zweite wichtige Diskussion wird es rund um Fragen der Netzanbindung und Netzintegration geben.

Wärme macht die Hälfte des Energieverbrauchs aus und Strom nur ein Viertel. Erneuerbare Wärme ist daher eines der zentralen Themen der Energiewende. Wo sehen Sie die größten Chancen, den Anteil der Erneuerbaren Energien zu steigern?

Kurzfristig weiterhin im Bereich Strom, bei irgendwann wieder steigenden Rohölpreisen dann auch in den Bereichen Wärme und Mobilität.

Zu welchen Technologien können Sie gegenüber den Medien Auskunft geben?

Onshore-Wind, Photovoltaik, (E-)Mobilität, EE in Kommunen

In welchen Themenbereichen kennen Sie sich gut aus?

Betriebswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Rechnung von Anlagen, Finanzierung/Investition/Projektentwicklung, Gesellschaftliche Akzeptanz der Erneuerbaren Energien, Private/gewerbliche Anwendung von Erneuerbaren Energien, Politische Rahmenbedingungen und Förderung Erneuerbarer Energien, EEG, Innovationen, Direktvermarktung

Mit welchen Innovationen kennen Sie sich besonders gut aus?

Windenergie-Technologie im Binnenland, EPC-Dienstleistungen, IT-Sicherheit in der Energie-Infrastruktur

Presseanfragen bitte an: "Christian Hinsch Leiter Unternehmenskommunikation

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Das Unternehmenjuwi_logo_400x300

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"Die juwi-Gruppe, einer der führenden Spezialisten im Bereich der erneuerbaren Energien, feiert im Jahr 2016 ihren 20. Geburtstag. Gegründet wurde juwi 1996 in Rheinland-Pfalz und hat heute seinen Firmensitz in Wörrstadt bei Mainz. Seit Ende 2014 ist die Mannheimer MVV Energie AG Partner der juwi-Gruppe und mit 63 Prozent Mehrheitseigentümer. Die juwi- Gruppe beschäftigt weltweit rund 1.000 Mitarbeiter und ist auf allen Kontinenten mit Projekten und Niederlassungen präsent. Bislang hat juwi weltweit rund 900 Windenergie- Anlagen mit einer Leistung von knapp 2.000 Megawatt an rund 150 Standorten realisiert; im Solarsegment sind es mehr als 1.500 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.700 Megawatt. Diese Anlagen erzeugen zusammen pro Jahr rund 7,5 Milliarden Kilowattstunden Strom; das entspricht in Deutschland dem Jahresbedarf von rund 2,5 Millionen Haushalten. Für die Realisierung der Energieprojekte hat juwi in den vergangenen 20 Jahren ein Investitionsvolumen von mehr als sieben Milliarden Euro initiiert."

Tätigkeitsbereich: Projektentwicklung und Betriebsführung von Wind- und Solarenergieanlagen im In- und Ausland

Hauptsitz: Wörrstadt

Standorte: u.a. USA, Türkei, Südafrika, Singapur, Indien, Japan, Australien

Anzahl der Mitarbeiter: ca. 1.000 (weltweit)

Umsatz: 575 Mio. Euro (2015)