Martin Bentele

Geschäftsführer Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV), Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI), Berlin

Warum sind Sie im Bereich Erneuerbare Energien tätig – was motiviert Sie?

„Ich halte Holz für den schönsten Rohstoff überhaupt und arbeite daher gerne in diesem Sektor. Ansonsten will ich einen guten Job machen. Das heißt: erfolgreich für die Sache sein, für die ich bezahlt werde.“ 

Wo sehen Sie die Erneuerbaren Energien im Jahr 2035 und wo in 2045?

Wir bekommen zunehmend Gegenwind, weil die Kritik an der Holzenergie leider zunimmt. Man sieht es an den Umweltverbänden und deren undifferenzierten Haltung zum Thema. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass Holzwärme, die aktuell 60 Prozent der Erneuerbaren Wärme ausmacht, auch künftig einen wichtigen Teil zur Energiewende beitragen wird.

Was sind die größten Herausforderungen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland? Und was muss getan werden, damit diese Ziele erreicht werden können?

Ohne den Ausbau der Erneuerbaren Wärme kann die Energiewende nicht gelingen. Der Modernisierungsstau am Heizungsmarkt muss durch finanzielle Anreize und ordnungspolitische Vorgaben gelöst werden. Mit der Pelletheizung steht eine moderne emissionsarme Technik zur Verfügung, die heimische Arbeitsplätze schafft.

Wie wird sich der Kraftwerkspark der Zukunft mit Erneuerbaren Energien entwickeln?

Holz ist zu wertvoll um bei niedrigen Nutzungsgraden verstromt zu werden. Daher kommt für uns nur die effiziente Wärmenutzung in Frage.

Wie ist Ihre Meinung zu erneuerbarer Mobilität? Welche Rolle spielt erneuerbare Mobilität im Transformationsprozess des Verkehrssektors?

Ich bin kein Freund der Elektromobilität, sondern nach wie vor von modernen Dieselantrieben überzeugt. Hier werden E-Fuels eine Rolle spielen.

Welche Diskussionen zur Energiewende sollten unbedingt geführt werden bzw. welche Ideen sollten bei der Energiewende noch stärker berücksichtigt werden?

Dass das Heizen mit Holz erneuerbar ist, sollte nicht angezweifelt werden. Wissenschaftlich ist gut belegt, dass die energetische Nutzung von Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern dazu beiträgt, diese widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel zu machen. Zudem werden dadurch fossile Energieträger eingespart.

Wie kann die Regierung die Energiebranche am besten unterstützen?

Die Regierung sollte für Verlässlichkeit und Planbarkeit sorgen. Das gilt sowohl beim Ordnungsrecht, als auch insbesondere bei der Förderung. Die Pelletproduzenten, -händler und Kesselhersteller sind bereit für die Wärmewende.

Wärme macht die Hälfte des Energieverbrauchs aus, Strom nur ein Viertel. Erneuerbare Wärme ist daher eines der zentralen Themen der Energiewende. Wo sehen Sie die größten Chancen, in diesem Sektor den Anteil der Erneuerbaren Energien zu steigern?

Moderne Technologien, egal ob Wärmepumpe oder Pelletheizung, sind komplex und teurer als Öl- und Gasheizungen. Damit Erneuerbares Heizen auch finanziell attraktiv bleibt, ist es essentiell, weiterhin an der Förderung festzuhalten. Man kann mit Ordnungspolitik die Wärmewende befeuern. Die Regelungen dazu müssen aber vielfältig sein – und nicht einseitig und beschränkt, wie das ursprüngliche Habecksche Gebäudeenergiegesetz.

Fachgebiete: Kommunale Anwendung von Erneuerbaren Energien, Pellets, Private / gewerbliche Anwendung von Erneuerbaren Energien, Politische Rahmenbedingungen und Förderung Erneuerbarer Energien, EEG, gesellschaftliche Akzeptanz der Erneuerbaren Energien, Klimaschutz/ Emissionshandel, EU-Richtlinie zu Erneuerbaren Energien (RED)

Lebenslauf

  • Diplom-Forstwirt
  • 1995 – 1997 Pressereferent Ministerium Ländlicher Raum Baden-Württemberg und Parlamentarischer Berater bei der CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg
  • 1997-2007 Geschäftsführer bei Forstkammer Baden-Württemberg
  • Seit 2008 Geschäftsführer beim Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) und Deutschen Pelletinstitut GmbH (DEPI) 

Presseanfragen bitte an: Anna Katharina Sievers, 030-688-1599-54, E-Mail: sievers@depv.de

Das Unternehmen

Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV), Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI) DEPV_logo_400x300

Neustädtische Kirchstraße 8

10117 Berlin

Tel.:  030-6881599-66 | 030 6881599-55

Fax: 030-6881599-77 | 030 6881599-77

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Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. vertritt seit 2001 die Interessen der deutschen Pellet- und Holzenergiebranche. Kessel- und Ofenhersteller, Produzenten von Pellets und weiterer Energieholzsortimente, Komponentenhersteller sowie Vertriebspartner haben sich in diesem
Bundesverband organisiert.

Sein Tochterunternehmen Deutsches Pelletinstitut GmbH bündelt die Bereiche Kommunikation, Information, PR und Marketing rund um das Thema Heizen mit Holzpellets. Im Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft und Wissenschaft will das Institut als Kommunikationsplattform und Kompetenzzentrum das Thema dauerhaft ins öffentliche Blickfeld rücken und Verbraucher informieren. Das DEPI initiiert und koordiniert dabei überregionale Maßnahmen wie die Handerwerkerschulung zum "Fachbetrieb Pellets und Biomasse" und das Zertifizierungssystem ENplus für Pellets. Darüber hinaus kooperiert das DEPI mit anderen wissenschaftlichen Institutionen und entsendet Referenten zu Themen rund um das Heizen mit Pellets.