UFOP: Flächenplus für EU-Raps 2026

UFOP: Berlin, 22. April 2026 – Zur Ernte 2026 erwarten Experten des US-Landwirtschaftsministeriums in der Europäischen Union ein Flächenplus für Raps. Die attraktiven Erzeugerpreise für Raps im Herbst 2025 boten einen Anreiz für eine Ausweitung der Anbaufläche.

In seiner jüngst veröffentlichten ersten Schätzung hat der Auslandsdienst des US-Landwirtschaftsministeriums mit Sitz in Wien (FAS) die EU-Anbaufläche für Raps zur Ernte 2026 auf voraussichtlich 6,3 Mio. ha geschätzt. Dies ist eine Ausweitung um rund 2,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Neben einem zur Aussaat attraktiven Kontraktpreis ist als Grund für diese Entwicklung die agronomische Bedeutung der Blattfrucht Raps als wichtiges, der Biodiversität dienendes Element in getreidereichen Fruchtfolgen anzuführen. Aktuell prägen in Deutschland blühende Rapsfelder regional das Landschaftsbild. Darin zeigt sich die Bedeutung dieser Kulturpflanze besonders eindrucksvoll. Die gelben Flächen sind nicht nur ein prägendes Landschaftsbild, sondern Ausdruck einer vielseitigen Nutzung, die Ernährung, Energie und Landwirtschaft miteinander verbindet. Bei erwarteten durchschnittlichen Erträgen rechnet der FAS 2026 mit einer EU-Ernte von 20,4 Mio. t, die damit knapp unter dem Vorjahresniveau von 20,5 Mio. t bleiben würde. 

Quelle: USDA, FAS

Frankreich, Deutschland, Polen und Rumänien stellen zusammen rund drei Viertel der gesamten EU Produktion. In allen genannten Ländern geht der FAS von einer Ausweitung der Anbaufläche aus. Der Internationale Getreiderat (IGC) hatte kürzlich eine zurückhaltendere Einschätzung abgegeben. Er erwartet eine stagnierende Rapsfläche von rund 6,1 Mio. ha. 

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