Abhängigkeit von Energieimporten in der EU und ausgewählten Ländern
Das Verhältnis zwischen den importierten Energiemengen und der insgesamt verfügbaren Energie ist in der Europäischen Union in den vergangenen Jahren weitgehend stabil geblieben. Eine besonders hohe Importabhängigkeit von über 90 Prozent weisen zum Beispiel Luxemburg und Irland auf. Am geringsten ist die Importabhängigkeit unter den EU-Ländern in Schweden. Deutschland liegt im Mittelfeld. Dass der Indikator für die Energieimportabhängigkeit in Schweden und Frankreich sehr niedrig ausfällt, lässt sich vermutlich darauf zurückführen, dass Atomenergie insbesondere in Frankreich als heimische Energie gilt, obwohl Uran importiert werden muss. Norwegen ist heutzutage das einzige Land mit Netto-Energieexporten, was an seinen großen fossilen Öl- und Gasreserven liegt. Länder außerhalb der EU wie Bosnien und Herzegowina oder die Republik Moldau weisen sehr unterschiedliche Abhängigkeiten von Energieimporten auf. Um die Unabhängigkeit von Energieimporten zu stärken und damit auch unabhängiger von der Politik in Ländern wie den USA, Russland oder Saudi-Arabien zu werden, helfen nur der Ausbau inländischer Kapazitäten zur Nutzung Erneuerbarer Energien und die Verringerung des Energiebedarfs. Fortschritte sind diesbezüglich zumindest in der EU bei der Stromversorgung zu verzeichnen, aber in Sektoren mit einer starken Abhängigkeit von fossilem Öl und Gas, insbesondere im Verkehr, sind noch erhebliche Anstrengungen erforderlich.
Die Nutzung der Grafik ist kostenlos, da sie im Rahmen des Projekts Energiwende Partnerstadt 3.0 erstellt wurde.
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