Deutsche Rapsschrotexporte deutlich unter Vorjahr

Berlin, 01. Juli 2026 Die deutschen Rapsschrotexporte sind im laufenden Wirtschaftsjahr 2025/26 gegenüber dem Vorjahr spürbar zurückgegangen. Vor allem in zentrale Abnehmerländer in der EU wurde deutlich weniger geliefert. 

Deutschland hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von Juli 2025 bis April 2026 knapp 1,2 Mio. t Rapsschrot exportiert und damit rund 19 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Wichtigster Absatzmarkt bleiben die Niederlande mit 468.000 t, allerdings lagen die Lieferungen 21 % unter Vorjahr. Auch die Exporte nach Dänemark sanken um 11 % auf gut 160.000 t. Besonders deutlich fiel der Rückgang in Finnland aus: Mit knapp 96.000 t lagen die Lieferungen rund 43 % niedriger.

Außerhalb der EU blieb die Schweiz mit knapp 66.000 t ein wichtiger Absatzmarkt, wenngleich die Mengen leicht rückläufig waren (–4 %). Deutlich geringer fielen auch die Lieferungen in das Vereinigte Königreich aus (–26 % auf knapp 48.000 t). Zuwächse verzeichneten einzelne Märkte wie Spanien (+64 % auf rund 65.000 t), die jedoch die Rückgänge in den Hauptabsatzmärkten nicht ausgleichen konnten.

Die Exportentwicklung wurde nach Recherchen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH durch eine begrenztere Rapsschrotverfügbarkeit, eine stabile inländische Nachfrage sowie eine zunehmende Konkurrenz durch alternative Proteinträger wie Sojaschrot gebremst, wodurch sich der Exportspielraum im laufenden Wirtschaftsjahr einengte.


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